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Aufmerksamkeits-Hyperaktivitätssyndrom. So lautet der Übeltäter, der Kindern, aber auch Erwachsenen das Leben schwer macht. Betroffene können nicht klar denken, sind weniger fokussiert bei der Arbeit und ungemein leicht abzulenken.

Die meisten aller Schüler und Studenten kämpfen mit den oben beschriebenen Symptomen immer wieder mal, andere permanent. Doch was genau hat es mit der Diagnose “ADHS” auf sich? Und wieso halten die Hälfte aller Deutschen laut einer Umfrage diese Krankheit für eine “Modediagnose”?

Um das genauer zu analysieren werfen wir einen Blick auf die Ursache dieser Störung. Forscher sind sich demnach nicht völlig einig darüber, was im Gehirn nicht genau stimmt, allerdings deutet die Effizienz von Medikamenten wie Ritalin oder Atomoxetin auf eine Störung bei der Signalübertragung im Gehirn hin. Es scheint als wären die Neurotransmitter (Botenstoffe) Dopamin und Noradrenalin, die eine Schlüsselrolle im Belohnungs- und Motivationssystem spielen, in zu geringen Maßen im Gehirn vorhanden.

Die Medikamente, die die Konzentration dieser Botenstoffe erhöhen, haben sich mittlerweile als Therapieform international etabliert, sind aber auch mit schweren Nebenwirkungen wie Psychosen oder Suizidgedanken verbunden und deswegen ein suboptimaler Ansatz. Vor allem bei Kindern, deren Gehirn noch nicht voll entwickelt ist, ist die Gabe von solchen Psychopharmaka (deren Wirkmechanismus übrigens dem von Kokain verblüffend ähnelt) bedenklich.

Die Zahlen er Erkrankungen steigen allerdings dramatisch. In den 1970ern waren in den USA noch 12 pro 1000 Kinder erkrankt, in den späten 90ern waren es 34 pro 1000 Kinder und im Jahre 2011 wurden im Durchschnitt 110 pro 1000 Kinder mit ADHS diagnostiziert. Es ist somit nicht abzustreiten, das es sich hierbei regelrecht um eine Epidemie handelt, die sowohl Kinder als auch Erwachsene betrifft, und deren Ursache kaum verstanden wird.

Einen interessanten Ansatz zu dieser Thematik vermittelt Nicholas Carr in seinem Buch “Surfen im Seichten – Was das Internet mit unserem Hirn anstellt”.

Darin stellt er die These auf, dass die moderne Mediennutzung zu einer schlechteren Konzentrationsfähigkeit, schlechterem Textverständnis, kognitiver Überlastung und fehlender Konsolidierung von Wissen (Langzeitgedächtnis) geführt habe. Der Anstieg der ADHS-Fälle ginge also Hand in Hand mit dem Aufstieg des Internetzeitalters und der damit verbundenden fehlenden Beanspruchung von Gehirnarealen, die Konzentration und Motivation fördern.

Das menschliche Gehirn besitzt eine ausgesprochen hohe Plastizität, d.h es kann sich je nach Beanspruchung anatomisch und physiologisch anpassen. Ein Pianist, der mehrere Stunden pro Tag am Klavier übt, wird ein besser ausgebildetes Akustikzentrum im Gehirn mit einer höheren Konnektivität von Nervenzellen aufweisen als ein Physiker beispielsweise. Bereits nach einigen Monaten des Taxifahrens wird das Gehirnareal für Räumliche Orientierung bei Ihnen viel besser ausgebildet sein, als bei anderen. Im Umkehrschluss werden Gehirnareale, die kaum beansprucht werden, sich mit der Zeit auch zurückentwickeln.

Eine interessante Theorie, die durchaus plausibel klingt in einem Zeitalter von Smartphone, Facebook und Instagram.

Womöglich ist dies vielen Deutschen intuitiv bewusst und halten es demnach für falsch betroffene Kinder, die Probleme haben, dem Unterricht zu folgen und schlechte Zensuren haben sofort mit Medikamenten ruhig zu stellen.

Vielmehr sollte die Erziehung, Freizeitgestaltung, aber auch eine gesunde und abwechselungsreiche Ernährung im Fokus des Problems stehen, anstatt die Schuld auf ein (womöglich genetisch bedingtes) neurochemisches Ungleichgewicht zu schieben.

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Posted on November 15, 2016

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